Im Sommer stellt sich oft die Frage: Geht das jetzt mit der Sonne? Manche Behandlungen sind problemlos möglich, andere warten besser auf den Herbst. Der wichtigste Faktor bleibt in jedem Fall: konsequenter Sonnenschutz.
Was im Sommer gut geht
Behandlungen wie Botox sind auch im Sommer unproblematisch. Auch Skinbooster für Feuchtigkeit passen gut – gerade wenn die Haut durch Sonne und Hitze mehr Pflege braucht. Wichtig ist danach guter Sonnenschutz.
Was im Sommer mehr Vorsicht braucht
Bei stärker abtragenden oder pigmentaktiven Laserbehandlungen wie LaseMD Ultra® ist im Sommer besondere Vorsicht geboten: Frisch behandelte Haut reagiert empfindlicher auf UV, und ohne konsequenten Schutz steigt das Risiko für Pigmentflecken. Oft ist ein Zeitpunkt mit weniger Sonne günstiger – das besprechen wir individuell.
Der wichtigste Punkt: Sonnenschutz
Unabhängig von der Behandlung gilt im Sommer: täglich LSF 50+, auch bei bewölktem Himmel. UV-Strahlung ist der größte Beschleuniger von Hautalterung und Pigmentflecken – und der beste, günstigste Anti-Aging-Schutz überhaupt.
Was die Sonne mit behandelter Haut macht
Der Grund für die sommerliche Zurückhaltung ist konkret: Nach bestimmten Behandlungen ist die Haut vorübergehend besonders lichtempfindlich. Trifft dann UV-Strahlung auf sie, reagieren die Pigmentzellen über – es entstehen neue Flecken, oft hartnäckiger als die, die man behandeln wollte.
Das ist kein theoretisches Risiko. Es ist der häufigste Grund, warum ein Laserergebnis im Sommer enttäuscht.
Was jetzt wartet
- Laserbehandlungen – LaseMD und besonders der CO2-Laser. Die sinnvolle Zeit ist September bis März.
- Mitteltiefe und tiefe Peelings – chemische Peelings in stärkerer Konzentration.
- Behandlungen gegen Pigmentflecken – gerade bei Melasma, das auf Sonne besonders empfindlich reagiert.
- Intensives Microneedling – oberflächliche Anwendungen sind möglich, tiefere gehören in die dunkle Jahreszeit.
Was problemlos geht
Der Sommer ist keine behandlungsfreie Zeit. Unproblematisch sind:
- Botulinumtoxin – nicht lichtempfindlich. Nur am Behandlungstag Sauna und starke Hitze meiden.
- Hyaluron – möglich; Wärme kann Schwellungen etwas verstärken, deshalb keine wichtigen Termine in den ersten Tagen.
- Skinbooster und Polynukleotide – gerade im Sommer sinnvoll, weil die Haut durch Sonne und Klimaanlage Feuchtigkeit verliert.
- Infusionstherapien – jederzeit.
Die Faustregel
Alles, was die Hautoberfläche verändert, wartet auf den Herbst. Alles, was unter der Haut arbeitet, geht auch im Sommer.
Was im Sommer wichtiger ist als jede Behandlung
Es klingt unspektakulär, ist aber der wirksamste Beitrag zu Ihrem Hautbild: täglicher Sonnenschutz mit LSF 30 bis 50, morgens aufgetragen und tagsüber erneuert. UV-Strahlung ist die Hauptursache für den Abbau von Kollagen und für Pigmentflecken.
Wer im Sommer konsequent schützt, braucht im Winter weniger Behandlung. Mehr dazu im Ratgeber Sonnengeschädigte Haut.
Nach dem Urlaub
Bei frisch gebräunter Haut warte ich mit Laser und Peelings mindestens vier Wochen. Gebräunte Haut enthält mehr Pigment, und das reagiert auf Laserlicht anders als ungebräunte – das Risiko für Verfärbungen steigt.
Für Injektionen gilt das nicht. Solange kein Sonnenbrand vorliegt und die Haut nicht gereizt ist, ist eine Behandlung möglich.
Die richtige Behandlung zur richtigen Jahreszeit – beraten lassen?
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Über die Autorin
Dr. medic Ancuta Hutuleac
Fachärztin für Innere Medizin mit Spezialisierung auf minimalinvasive ästhetische Medizin. Gründerin von I.ME.MINE Ästhetik in Düsseldorf-Medienhafen.
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