19. August 2026 · Hautqualität · Prävention

Sonnengeschädigte Haut behandeln

Es gibt einen einfachen Test: Halten Sie die Innenseite Ihres Oberarms neben Ihre Wange. Beide Hautpartien sind gleich alt. Wenn sie unterschiedlich aussehen, sehen Sie den Unterschied zwischen Hautalterung und Lichtalterung – und der ist meist deutlich.

Was UV-Licht in der Haut anrichtet

UV-A-Strahlung dringt tief in die Lederhaut ein und schädigt dort Kollagen und Elastinfasern. Die Haut verliert Festigkeit und Rückstellkraft. UV-B wirkt oberflächlicher, verursacht Sonnenbrände und regt die Pigmentzellen zu vermehrter Melaninbildung an – ungleichmäßig, weshalb Flecken entstehen.

Beides summiert sich über Jahrzehnte. Entscheidend ist nicht der eine Strandurlaub, sondern die tägliche Belichtung – der Weg zur Arbeit, das Sitzen am Fenster, die Mittagspause draußen. UV-A durchdringt auch Fensterglas.

Woran Sie es erkennen

  • Pigmentflecken auf Wangen, Stirn, Dekolleté und Handrücken
  • ein ungleichmäßiger Teint mit gelblichem oder fahlem Unterton
  • vergröberte Poren und eine ledrige, verdickte Struktur
  • feine Knitterfältchen, besonders an Wangen und Dekolleté
  • sichtbare feine Äderchen an Nasenflügeln und Wangen
  • raue, schuppige Stellen, die nicht verschwinden – diese gehören dermatologisch abgeklärt

Zuerst die wichtigere Frage

Bevor es um Ästhetik geht: Jeder Fleck, der wächst, sich verändert, unregelmäßig begrenzt oder mehrfarbig ist, blutet oder nicht abheilt, gehört zur dermatologischen Abklärung. Raue, schuppige Stellen auf Stirn, Nase oder Glatze können aktinische Keratosen sein – Vorstufen, die behandelt werden sollten. Ästhetische Behandlungen kommen danach, nicht davor.

Was sich behandeln lässt

Sonnenschäden sind nicht vollständig rückgängig zu machen, aber sie lassen sich deutlich verbessern. Welches Verfahren passt, hängt davon ab, was im Vordergrund steht.

Bei Pigmentflecken und feiner Struktur

LaseMD Ultra arbeitet mit einem Thulium-Laser, der die Haut in feinsten Bahnen behandelt und dabei Pigment abbaut, die Struktur verfeinert und die Kollagenbildung anregt. Die Ausfallzeit ist kurz – meist ein bis drei Tage leichte Rötung. Sinnvoll sind mehrere Sitzungen.

Bei umschriebenen Flecken kann auch ein chemisches Peeling ausreichen. Mehr dazu im Ratgeber Pigmentflecken entfernen.

Bei ausgeprägten Lichtschäden

Ist die Haut deutlich verdickt, mit tieferen Falten und ledriger Struktur, kommt der CO2-Laser infrage. Er arbeitet abtragend und stößt einen umfassenden Umbau an. Das Ergebnis ist entsprechend deutlich – die Ausfallzeit aber auch: mit etwa einer Woche sollten Sie rechnen.

Diese Behandlung will geplant sein. Sie gehört in die dunkle Jahreszeit und setzt voraus, dass Sie danach konsequent Sonnenschutz verwenden.

Der richtige Zeitpunkt

Laserbehandlungen gehören in den Herbst und Winter. Nach der Behandlung ist die Haut besonders lichtempfindlich; Sonneneinstrahlung kann zu neuen, oft hartnäckigeren Pigmentflecken führen. Wer im Juli lasert und im August in den Urlaub fährt, macht das Ergebnis zunichte.

Von September bis März ist die vernünftige Zeit – und im Frühjahr sieht man das Ergebnis, bevor die Sonne zurückkommt.

Was danach zählt

Jede Behandlung sonnengeschädigter Haut ist nur so gut wie der Schutz danach. Ohne täglichen Sonnenschutz kommen Pigmentflecken zurück – oft schneller als beim ersten Mal, weil die behandelte Haut empfindlicher reagiert.

  • LSF 30 bis 50 täglich, ganzjährig, auch bei Bewölkung
  • Vitamin C am Morgen – fängt freie Radikale ab, die durch UV entstehen
  • Retinoide am Abend, wenn vertragen – sie unterstützen die Erneuerung
  • regelmäßige Hautkrebsvorsorge beim Dermatologen

Der letzte Punkt ist der wichtigste. Ästhetische Behandlungen verbessern, wie Ihre Haut aussieht. Sie ersetzen nicht die Vorsorge, die prüft, ob sie gesund ist.

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Häufige Fragen

Wie viel der Hautalterung geht auf die Sonne zurück?

Der weit überwiegende Teil der sichtbaren Hautalterung im Gesicht ist auf UV-Strahlung zurückzuführen, nicht auf das Lebensalter. Man erkennt es am Vergleich zwischen Gesicht und der selten belichteten Haut an der Innenseite des Oberarms.

Kann man Sonnenschäden rückgängig machen?

Nicht vollständig, aber deutlich verbessern. Pigmentflecken lassen sich weitgehend entfernen, Struktur und Elastizität lassen sich verbessern. Was nicht rückgängig zu machen ist, sind Schäden am Erbgut der Hautzellen – deshalb bleibt Vorsorge wichtig.

Welche Behandlung ist die richtige?

Das hängt vom Befund ab. Bei Pigmentflecken und feiner Struktur ist LaseMD Ultra oft die erste Wahl. Bei ausgeprägten Lichtschäden und tieferen Falten kommt der CO2-Laser infrage. Chemische Peelings eignen sich für oberflächliche Unregelmäßigkeiten.

Kann man im Sommer lasern?

Wir raten davon ab. Nach einer Laserbehandlung ist die Haut besonders UV-empfindlich, und Sonneneinstrahlung kann zu neuen Pigmentflecken führen. Die sinnvolle Zeit ist Herbst bis Frühjahr.

Wann sollte ich zum Hautarzt statt in die ästhetische Praxis?

Bei jedem Fleck, der sich verändert, wächst, unregelmäßig begrenzt oder mehrfarbig ist, blutet oder nicht abheilt. Solche Veränderungen gehören dermatologisch abgeklärt, bevor irgendetwas ästhetisch behandelt wird.

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LaseMD Ultra – Laser-Hautverjüngung CO2 Laser Chemisches Peeling Pigmentflecken entfernen
Dr. medic Ancuta Hutuleac – Fachärztin für Innere Medizin, I.ME.MINE Düsseldorf

Über die Autorin

Dr. medic Ancuta Hutuleac

Fachärztin für Innere Medizin mit fünjnähriger Weiterbildung in Kardiologie und Elektrophysiologie. Seit 2020 spezialisiert auf minimalinvasive ästhetische Medizin. Gründerin von I.ME.MINE Ästhetik in Düsseldorf-Medienhafen – alle Behandlungen führt sie persönlich durch.

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