FAQ
Häufige Fragen
Warum nicht alles in einer Sitzung?
Weil jede Komponente ihre eigene Zeitachse hat. Polynukleotide wirken über Wochen, Micro-Botox über Tage, ein Laser braucht Abheilung. Wer alles in einen Termin packt, kann hinterher nicht mehr sagen, was gewirkt hat – und Sie zahlen für eine Gleichzeitigkeit, die nichts bringt. Ich staffele deshalb und entscheide nach jeder Sitzung neu.
Werden die Präparate gemischt?
Nein. Polynukleotide, Micro-Botox und Eigenblut werden als getrennte Behandlungsschritte gesetzt, auch wenn sie am selben Tag stattfinden. Für das physische Mischen dieser Präparate in einer Spritze gibt es keine belastbare Datenlage, und ich mache es deshalb nicht.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
Das hängt vom Protokoll ab. Die Polynukleotid-Serie umfasst in der Regel drei Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen; Micro-Botox kommt dabei einmal dazu, nicht bei jeder Sitzung. Bei Melasma rechne ich mit drei bis fünf Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen. Bei Aknenarben reichen meist ein bis zwei Sitzungen mit dem CO2-Laser. Was danach sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam nach dem Ergebnis – nicht vorab im Paket.
Kann man Polynukleotide statt zu spritzen einfach auftragen?
Das kommt darauf an, ob vorher ein Laser gearbeitet hat. Nach einem ablativen CO2-Laser ist die Oberfläche offen: Dort ist die Kombination aus aufgetragenen Polynukleotiden und Exosomen bei Aknenarben randomisiert untersucht und schnitt besser ab als der Laser allein. Ohne diese Vorbehandlung ist Auftragen kein Ersatz für die Injektion – in die Lederhaut gelangt der Wirkstoff dann nicht zuverlässig. Ein Injektionspräparat verwende ich außerdem nur so, wie der Hersteller es vorsieht.
Ist das wirklich koreanisch oder nur so genannt?
Der Name beschreibt die Herkunft der Methode, nicht eine Herkunft der Präparate. Das gestaffelte Vorgehen mit Polynukleotiden als Basis ist das, was in koreanischen Praxen dokumentiert ist: In einer Befragung von 235 koreanischen Fachdermatologen verwendeten 88 % Polynukleotide, üblicherweise drei Sitzungen im Abstand von vier Wochen, und 79 % kombinierten sie mit Lasern oder Geräten. Das ist der Teil, den ich übernehme – nicht den Trend.
Wie gut ist das alles belegt?
Unterschiedlich gut, und das steht bei jedem Protokoll dabei. Am besten untersucht ist flach in die Haut gespritztes Botulinumtoxin gegen Poren und Talg: dazu gibt es eine Metaanalyse aus zehn Studien, fünf davon randomisiert. Zu Polynukleotiden selbst sind es sieben randomisierte Studien mit insgesamt 183 Teilnehmenden – das ist wenig. Für die Kombination mit Eigenblut gibt es gar keine randomisierte Studie. Ich sage Ihnen im Termin, in welche Kategorie Ihr Protokoll fällt.
Was kann Micro-Botox nicht?
Es macht die Haut nicht feuchter. In der Metaanalyse verbesserten sich Talgproduktion, Porengröße, Rötung, Textur, Elastizität und feine Falten – die Hydration der Haut als einziger Messwert nicht. Wenn Trockenheit Ihr Hauptproblem ist, ist Micro-Botox das falsche Mittel; dann arbeiten wir mit Polynukleotiden.
Kommt Melasma nach der Behandlung wieder?
Melasma ist eine chronische Erkrankung, die zur Wiederkehr neigt. Auch in den Studien zum 1927-nm-Laser war die stärkste Besserung nach drei Monaten erreicht und nahm danach wieder ab. Ohne täglichen, konsequenten Lichtschutz ist jede Behandlung verloren – das ist keine Floskel, sondern der Grund, warum Melasma so oft scheitert.
Welchen Wirkstoff bekomme ich nach dem LaseMD Ultra®?
Das hängt vom Befund ab. Bei Melasma und flächiger Pigmentierung Tranexamsäure – dafür gibt es die beste Studienlage. Zur Beruhigung und für einen gleichmäßigeren Teint Vitamin C mit Vitamin E und Ferulasäure, abends ergänzt um Resveratrol. Vitamin A setze ich bei Textur und Poren ein; dort stütze ich mich auf die Wirkung des Retinols selbst, nicht auf eine Studie zur Einschleusung durch den Laser. Was für Sie sinnvoll ist, entscheide ich nach der Hautanalyse.
Was kostet das insgesamt?
Die Einzelpreise stehen oben; den Gesamtaufwand für Ihre Serie nenne ich Ihnen nach der Hautanalyse, bevor wir beginnen. Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).