Botox ist vielen nur als ästhetische Behandlung bekannt. Weniger bekannt ist, dass Botulinumtoxin bei chronischer Migräne ein anerkanntes medizinisches Behandlungsverfahren ist. Dr. medic Ancuta Hutuleac aus Düsseldorf erklärt sachlich, was dahintersteckt – und warum hier immer eine ärztliche Abklärung an erster Stelle steht. Ablauf, Sitzungsrhythmus und Kosten stehen auf der Seite zu Botox gegen Migräne in Düsseldorf.
Was bedeutet „chronische Migräne“?
Von chronischer Migräne spricht man vereinfacht, wenn über einen längeren Zeitraum an sehr vielen Tagen im Monat Kopfschmerzen bestehen, davon ein Teil mit Migräne-Charakter. Ob eine chronische Migräne vorliegt, muss immer ärztlich abgeklärt werden – idealerweise gemeinsam mit einer neurologischen Einschätzung.
Wie wird Botox eingesetzt?
Bei der Behandlung wird Botulinumtoxin nach einem festgelegten Schema in mehrere Punkte im Bereich von Stirn, Schläfen, Nacken und Schultern gespritzt. Ziel ist es, die Häufigkeit und Stärke der Migräne-Attacken zu verringern. Die Wirkung baut sich über Wochen auf, und die Behandlung wird in der Regel in Abständen wiederholt.
Zur allgemeinen Botox-Behandlung: Botox in Düsseldorf.
Für wen kommt es infrage?
Die Botox-Behandlung bei Migräne ist kein Mittel gegen gelegentliche Kopfschmerzen, sondern richtet sich an Menschen mit einer diagnostizierten chronischen Migräne, bei denen andere Maßnahmen nicht ausreichend geholfen haben. Ob die Behandlung für Sie sinnvoll ist, klären wir gemeinsam in einem ausführlichen Gespräch.
Wann Botulinumtoxin bei Migräne infrage kommt
Wichtig zur Einordnung: Botulinumtoxin ist keine Behandlung für den akuten Migräneanfall. Es wirkt vorbeugend – die Zahl der Kopfschmerztage soll sinken, die Anfälle sollen weniger heftig verlaufen.
Zugelassen ist es für die chronische Migräne. Die Definition ist präzise: mindestens 15 Kopfschmerztage im Monat über mehr als drei Monate, davon mindestens acht mit Migränecharakter. Wer seltener betroffen ist, fällt nicht unter diese Zulassung.
Der erste Schritt ist nicht die Spritze
Vor der Behandlung gehört eine neurologische Abklärung. Die Diagnose chronische Migräne muss gesichert sein, und in aller Regel sollten andere vorbeugende Medikamente versucht worden sein. Wenn Sie noch keine neurologische Diagnose haben, ist das der erste Weg – nicht der zu mir.
Warum es überhaupt wirkt
Der Wirkmechanismus ist nicht der, den viele vermuten. Es geht nicht darum, verspannte Muskeln zu entspannen – obwohl das mitgeschieht. Botulinumtoxin hemmt an den Nervenendigungen die Freisetzung von Botenstoffen, die an der Schmerzweiterleitung beteiligt sind, unter anderem CGRP.
Vereinfacht gesagt wird das System weniger empfindlich, das den Migräneanfall auslöst. Deshalb wird auch an Stellen behandelt, an denen Sie gar keinen Schmerz spüren – die Injektionspunkte folgen dem Verlauf bestimmter Nerven, nicht dem Ort der Beschwerden.
Wie die Behandlung abläuft
Behandelt wird nach einem festgelegten Schema mit 31 Injektionsstellen: Stirn, Schläfen, Hinterkopf, Nacken und der obere Anteil der Schultermuskulatur. Die Injektionen sind sehr oberflächlich und werden mit einer feinen Nadel gesetzt; die meisten beschreiben es als kurzes Piksen.
Der Termin dauert etwa 15 Minuten. Danach sind Sie sofort wieder alltagstauglich – für 24 Stunden sollten Sie auf Sport, Sauna und Massage im Nacken verzichten.
Was Sie erwarten dürfen – und was nicht
Realistisch ist eine Verringerung der Kopfschmerztage, nicht deren Verschwinden. In den Zulassungsstudien lag der Rückgang im Mittel bei acht bis neun Tagen pro Monat. Für jemanden mit 20 Kopfschmerztagen ist das ein erheblicher Gewinn an Lebensqualität – aber es ist keine Heilung.
Die Wirkung setzt nach zwei bis vier Wochen ein und wird meist erst nach dem zweiten Zyklus voll sichtbar. Behandelt wird alle zwölf Wochen. Ob die Therapie anschlägt, beurteilt man deshalb frühestens nach zwei Zyklen – zu frühes Aufgeben ist der häufigste Fehler.
Zur Kostenfrage
Hier muss ich deutlich sein, damit Sie keinen unnötigen Termin machen: Meine Praxis ist eine Privatpraxis ohne Kassenzulassung. Ich kann nicht über die gesetzliche Krankenkasse abrechnen – bei mir ist jede Behandlung eine Selbstzahlerleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte.
Die Behandlung als solche ist bei chronischer Migräne zugelassen und wird von den gesetzlichen Kassen grundsätzlich übernommen. Wenn Sie gesetzlich versichert sind und diesen Weg gehen möchten, ist eine neurologische Praxis mit Kassensitz die richtige Adresse. Das sage ich Ihnen lieber vorher als nach der Behandlung.
Privatversicherte und Beihilfeberechtigte reichen meine Rechnung bei ihrer Versicherung ein. Ob und in welcher Höhe erstattet wird, entscheidet die Versicherung anhand Ihres Tarifs – klären Sie das im Zweifel vorher schriftlich ab.
Bei episodischer Migräne besteht kein Erstattungsanspruch. Eine Behandlung ist dann als Selbstzahlerleistung möglich, aber die Datenlage ist deutlich schwächer – darauf weise ich vorher hin, statt Hoffnungen zu wecken.
Individuelle Beratung bei einer Fachärztin in Düsseldorf
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Über die Autorin
Dr. medic Ancuta Hutuleac
Fachärztin für Innere Medizin mit Spezialisierung auf minimalinvasive ästhetische Medizin. Gründerin von I.ME.MINE Ästhetik in Düsseldorf-Medienhafen. 39 Google-Bewertungen, 5,0 Sterne.
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